Die Schweizerische Nationalbank SNB hat heute signalisiert, dass sie bereit ist, stärker gegen die Frankenaufwertung vorzugehen. Das ist ein Fortschritt. Der überbewertete Franken ist eine starke Belastung für die Schweizer Exportwirtschaft. Dass sie die Zinsen bei Null lässt, ist ebenfalls hilfreich. Weil die Euro-Zinsen gestiegen sind, ist der Franken dadurch weniger attraktiv.
Der Franken ist nach wie vor deutlich überbewertet. Die Schweizer Exportwirtschaft hat deshalb Marktanteile verloren. Die Schweizer Firmen haben viele Arbeitsplätze ins Ausland verlagert oder neu im Ausland geschaffen. Die SNB hat sich dem Aufwertungsdruck zu wenig entgegengestemmt. Die heutige Lagebeurteilung gibt erstmals seit einiger Zeit wieder Anlass zur Hoffnung, dass die Probleme der Realwirtschaft von der Nationalbank gesehen werden. Die SNB sagt, dass die Bereitschaft für Devisenmarkt-Interventionen «erhöht» ist. Gleichzeitig führt der Null-Entscheid bei den Zinsen dazu, dass die Zinsdifferenz gegenüber dem Euro grösser wird. Die Eurozinsen wurden um 0.25 Prozentpunkte erhöht. Das macht Frankenanlagen weniger attraktiv.
Der SGB erwartet von der SNB, dass sie auf diesem Kurs weiterarbeitet. Die Überbewertung des Frankens muss verschwinden. Der Franken ist unsere eigene Währung. Er muss uns nützen und nicht schaden.

