Zweite Säule: Ständerat will endlich den „Prämienbschiss“ stoppen

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Medienmitteilung
Verfasst durch Doris Bianchi

Altersvorsorge

Lebensversicherungsgesellschaften verlangen schon seit Jahren überhöhte Prämien für die Rentenleistungen bei Invalidität und Tod. Im 2012 nahmen sie 2,7 Mrd. Prämien ein, während die Ausgaben 1,4 Mrd. Franken betrugen. Kumuliert über die letzten sieben Jahre strichen sie 8,8 Mrd. Fr. ein. Diese Gewinne realisierten sie auf dem Buckel der Versicherten.

Der SGB fordert schon seit Jahren, dass sich die Prämiensätze an den gesunkenen Versicherungsleistungen orientieren müssen. Die Prämien für die Risiken Invalidität und Tod der beruflichen Vorsorge müssen markant gesenkt und die Profitmöglichkeiten der Lebensversicherer eingeschränkt werden.

Nun hat der Ständerat mit der Annahme der Motion Egerszegi „Faire Risikoprämien in der beruflichen Vorsorge“ diese Forderung endlich aufgenommen. Entgegen der Meinung des Bundesrates, welcher das Anliegen auf die lange Bank schieben und erst den Ausgang des Reformprojekts Altersvorsorge 2020 abwarten wollte, sieht der Ständerat raschen Handlungsbedarf. Er will in der Aufsichtsverordnung Eckwerte für die Prämienfestlegung verankern.

Der SGB begrüsst diesen Entscheid. Damit wird die berufliche Vorsorge als Sozialversicherung gestärkt.

Auskünfte:
  • Doris Bianchi, Geschäftsführende SGB-Sekretärin zuständig für Sozialpolitik, 076 564 67 67

Zuständig beim SGB

Gabriela Medici

Zentralsekretärin

031 377 01 13

gabriela.medici(at)sgb.ch
Gabriela Medici
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