ältere Frau führt Haushaltsbuch

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Pensionskassenrenten stagnieren – trotz hohen Anlageerträgen

  • Berufliche Vorsorge
Medienmitteilung

BfS-Pensionskassenstatistik 2024

2024 erwirtschafteten die Pensionskassen mit ihren Anlagen eine Rendite von knapp 7 Prozent. Doch in den Leistungen machte sich dieses hohe Plus nicht bemerkbar. Die durchschnittliche reale Pensionskassenrente lag lediglich 0.5 Prozent höher als im Vorjahr. Dabei müsste es bei den Pensionskassenrenten dringend aufwärts gehen: Trotz Wirtschafts- und Lohnwachstum sind die Renten heute real 10 Prozent tiefer als vor zehn Jahren.

Diese Resultate zeigen, dass die Leistungsfähigkeit der zweiten Säule dringend verbessert werden muss. Das Preis-Leistungsverhältnis unterscheidet sich stark. Es gibt effiziente Kassen, die mit relativ geringen Kosten gute Erträge erzielen. Andere Kassen sind vergleichsweise teuer.

Besorgniserregend ist insbesondere, dass sich immer mehr Kassen mit klaren Gewinninteressen etablieren. Hier besteht grosser Handlungsbedarf. Grundsätzlich sind die paritätisch zusammengesetzten Stiftungsräte verantwortlich dafür, dass die Kassen im Interesse der Versicherten geführt werden. Die neuen privaten Anbieter im Pensionskassenmarkt versuchen das jedoch zu umgehen, indem sie Pseudo-Arbeitnehmervertretungen in ihre Gremien wählen lassen. Zudem machen Banken und Versicherungen überteuerte Geschäfte mit dieser Sozialversicherung. Die erwirtschafteten Erträge müssen den Versicherten zugutekommen, und dürfen nicht in undurchsichtigen Finanzkonstrukten versickern.

Zuständig beim SGB

Daniel Lampart

Co-Sekretariatsleiter und Chefökonom

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Daniel Lampart
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