Wer die 13. AHV-Rente nicht finanziert, möchte das Rentenalter erhöhen. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) fordert deshalb den Ständerat und den Nationalrat auf, dem Antrag der Einigungskonferenz zur Finanzierung der 13. AHV-Rente zuzustimmen. Die Mischfinanzierung ist sozial ausgewogen, dauerhaft und solide.
Für die Arbeitnehmenden steht den kaum spürbaren höheren Lohnbeiträgen die höchste Rentenerhöhung in der AHV seit mehr als 25 Jahren gegenüber. Für die grosse Mehrheit der Bevölkerung – nämlich diejenigen, die von tiefen und mittleren Einkommen leben – ist die Vorlage damit sehr günstig.
Auch für die Arbeitgeber sind höhere Lohnbeiträge problemlos tragbar. Die Unternehmen zahlen heute weniger Lohnbeiträge als vor 15 Jahren. Seit 2021 sind die Lohnbeiträge der Arbeitgeber um fast 0.3 Prozentpunkte gesunken – mehr als doppelt so viel, wie die Mischfinanzierung kostet. Weil es weniger Berufsunfälle und weniger Geburten gab.
Wer den Antrag der Einigungskonferenz abgelehnt, möchte die 13. AHV-Rente nicht finanziert sehen. Dahinter steht die Absicht, das Rentenalter zu erhöhen. Das haben die Bevölkerung (und alle Kantone) aber klar abgelehnt – gleichzeitig mit dem deutlichen Ja zur 13. AHV-Rente. Rentenaltererhöhungen sind keine Alternative, auch wenn sie hinter bürokratischen Formulierungen wie «strukturelle Massnahmen» versteckt werden. Sollte eine Finanzierung jetzt scheitern, würde sie in Zukunft teurer.

