Erfolgsmodell AHV stärken

  • AHV
Medienmitteilung
Verfasst durch Doris Bianchi

AHV-Renten um 10 % erhöhen

Die AHV-Renten hinken immer mehr den Löhnen hinterher und die Leistungen der zweiten Säule stehen unter Druck. Die Renteneinkommen aus erster und zweiter Säule sind deshalb für viele Menschen zu gering. Ohne Gegenmassnahmen wird sich das Problem für künftige Rentnerinnen und Rentner noch verschärfen. Das Projekt „Altersvorsorge 2020“ will die Leistungen der AHV gar noch verschlechtern, indem der Teuerungsausgleich in Frage gestellt wird.

Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) hat deshalb im März 2013 als Gegenprojekt zu den Plänen „Altersvorsorge 2020“ die Volksinitiative „AHVplus: für eine starke AHV“ gestartet. Im Dezember 2013 haben der SGB, seine Mitgliedsverbände, weitere Arbeitnehmer-Organisationen (LCH, SER, VSPB und Syna), die SP, die Grünen sowie RentnerInnen-Organisationen 112‘114 beglaubigte Unterschriften bei der Bundeskanzlei eingereicht. Die Botschaft des Bundesrates ist noch dieses Jahr (2014) zu erwarten.

AHVplus fordert die Stärkung des wichtigsten Sozialwerks der Schweiz. Denn die AHV ist die sicherste, effizienteste und sozialste Altersvorsorge der Schweiz. Die Initiative verlangt, die AHV-Renten um 10 Prozent zu erhöhen. Für Alleinstehende würde die durchschnittliche AHV-Rente um rund 200 Fr. und für Ehepaare um rund 350 Fr. pro Monat angehoben. Dank dem genialen und solidarischen Finanzierungsmodell ist eine Stärkung der ersten Säule für Versicherte mit tiefen und mittleren Einkommen viel effizienter und kostengünstiger als das private Sparen, wo die Banken und Versicherungen mitverdienen. Wegen dem viel besseren Preis-Leistungsverhältnis der ersten Säule ist es gerade für die junge Generation interessant, die AHV zu stärken.

Überdurchschnittlich profitieren würden insbesondere die Frauen: Wegen Mutterschaft und Kinderbetreuung erhalten Frauen oft nur kleine Pensionskassenrenten. Bei der AHV dagegen werden die Erwerbsunterbrüche dank Erziehungsgutschriften ausgeglichen, so dass auch Frauen mit Kindern gute AHV-Renten ausbezahlt werden.

Was etwas wert ist, kostet auch etwas: Die Rentenverbesserung wird auf 3,6 Mrd. Fr. veranschlagt. Würde die Schweiz eine nationale Erbschaftssteuer einführen, so wären 2 Milliarden bereits finanziert. Und würde die Tabaksteuer direkt in die AHV fliessen statt in die Bundeskasse, stünden der AHV auf einen Schlag weitere 2,2 Mrd. Fr. mehr zur Verfügung.  

Zu den Fotos der Einreichung

 

Nachtrag vom 20.01.2014: Die Volksinitiative ist laut Mitteilung der Bundeskanzlei formell zustande gekommen.

Auskünfte
  • Paul Rechsteiner, Präsident SGB, 079 277 61 31
  • Doris Bianchi, Geschäftsführende Sekretärin Bereich Sozialversicherungen, 076 564 67 67
Dokumente
  • "Die Antwort der Gewerkschaften auf die "Altersvorsorge 2020"" von Paul Rechsteiner, Präsident SGB
  • <media>"Die Zukunft der Altersvorsorge liegt in einer stärkeren AHV"</media> von Doris Bianchi, Geschäftsführende Sekretärin Bereich Sozialversicherungen SGB
  • <media>"AHVplus: für ein Alter in Sicherheit und Würde"</media> von Giorgio Tuti, Präsident SEV
  • <media>"Mit AHVplus endlich eine Rente, die diesen Namen bei den Arbeitnehmenden verdient"</media> von Aldo Ferrari, Geschäftsleitungsmitglied Unia
  • <media>"Die Schweizerische Erfolgsgeschichte hat drei Buchstaben: AHV"</media> von Jacqueline Fehr, Nationalrätin SP
  • <media>"Ein Schritt hin zur Deckung des Existenzbedarfs"</media> von Christiane Jacquet-Berger, Präsidentin AVIVO Schweiz

Zuständig beim SGB

Gabriela Medici

Zentralsekretärin

031 377 01 13

gabriela.medici(at)sgb.ch
Gabriela Medici
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