Die Kaufkraftprobleme der Schweizer Bevölkerung sind gross. Für die meisten Arbeitnehmenden war das vergangene Jahrzehnt ein verlorenes: Der mittlere Schweizer Lohn bleibt nämlich auch 2026 nach Abzug der Teuerung auf dem Niveau von 2016. Eine der Hauptursachen dafür sind natürlich...: die Mieten! Denn der Anteil der Mieten an der gemessenen Teuerung ist sehr hoch und steigt stetig weiter an.
Was heisst das konkret: Es fliessen jährlich Milliarden von Mietgeldern zu viel an institutionelle Anlieger wie die UBS oder SwissLife. Und diese Milliarden fehlen ganz einfach im Portemonnaie der Haushalte. Das ist ein stetig stattfindender Kaufkraftverlust, so simpel wie ungerecht.
Wir Gewerkschaften müssen uns bei den Lohnverhandlungen heute immer wärmer anziehen, um für unsere Mitglieder akzeptable Abschlüsse zu erzielen. Doch so oder so gilt dann: Was nützt es den Beschäftigten, wenn man ihnen aus der linken Hand mehr wegfrisst, als man ihnen in die rechte Hand Futter gibt? Gar nichts! Doch genau so ist es mit den Mieten und der Immobilienlobby.
Anstatt ihren Lebensunterhalt akzeptabel beschreiten zu können und damit übrigens auch die Wirtschaft am Laufen zu halten, müssen die Arbeitnehmenden einen viel zu grossen Teils des Geldes, das sie für ihre strenge Arbeit erhalten, an jene überweisen, die das Geld wortwörtlich für sich arbeiten lassen können. Das ist inakzeptabel! Denn Wohnen ist ein Grundrecht. Und es kann nur ein Grundrecht sein, wenn es auch bezahlbar ist. Deshalb setzen sich die Gewerkschaften für die Mietpreisinitiative ein.