Daniel Lampart gibt die langjährige Leitung des SGB-Sekretariats und die Aufgabe des Chefökonomen auf Ende Jahr ab. Ab 2027 übernimmt er eine neue Funktion, mit der den Interessen der Arbeitnehmenden in der 2. Säule mehr Gewicht verliehen werden soll. Der SGB-Präsidialausschuss nominiert ihn für das Präsidium des PK-Netzes und beantragt, dass Gabriela Medici die Sekretariatsleitung alleine übernimmt. Mit diesem Schritt vollzieht der SGB einen Generationenwechsel an der Spitze seines Sekretariats und setzt einen zusätzlichen Schwerpunkt auf die berufliche Vorsorge.
Daniel Lampart ist seit fast 20 Jahren Chefökonom des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes und seit 15 Jahren Sekretariatsleiter. Das SGB-Sekretariat wird heute in Co-Leitung von Daniel Lampart und Gabriela Medici geführt. Nach dem SGB-Kongress im November wird Gabriela Medici die Sekretariatsleitung allein verantworten. Die Nachfolge als Chefökonom wird beim Austritt von Daniel Lampart bestimmt.
Zusätzlicher Schwerpunkt: 2. Säule
In seiner künftigen Tätigkeit wird Lampart die gewerkschaftliche Präsenz in den Pensionskassen ausbauen, sich für ein besseres Preis-Leistungsverhältnis einsetzen und die Mitsprache der Arbeitnehmenden stärken. Parallel dazu lanciert er eine Bildungs- und Informationsoffensive zu Wirtschaftsthemen für die Gewerkschaften. Mit der Nomination Lamparts für das PK-Netz unterstreicht der SGB-Präsidialausschuss die strategische Bedeutung der beruflichen Vorsorge. In der 2. Säule liegen heute mehr als tausend Milliarden Franken an Kapital der Arbeitnehmenden. Über Höhe und Qualität der künftigen Renten wird zunehmend dort entschieden. Der SGB will die gewerkschaftliche Stimme in diesem Feld verstärken.
Als Leiter des SGB Sekretariats hat Daniel Lampart den SGB während zwei Jahrzehnten wie kaum ein anderer geprägt. Er ist eine zentrale Stimme in der Lohnpolitik, bei der Entwicklung und Verteidigung der flankierenden Massnahmen sowie in der Altersvorsorge. Lampart vertrat die Gewerkschaften auch in zentralen Institutionen der Sozialpartnerschaft: als Vizepräsident des Suva-Rates seit 2019, als Vizepräsident der Aufsichtskommission des ALV-Ausgleichsfonds sowie als Mitglied des Bankrates der Schweizerischen Nationalbank und der Wettbewerbskommission WEKO. Im Suva-Rat bleibt er Vizepräsident und vertritt den SGB weiterhin.
Das SGB-Präsidium dankt Daniel Lampart schon jetzt für sein ausserordentliches Engagement und die prägenden Leistungen in dieser Zeit als Sekretariatsleiter, und freut sich, dass er sich auch weiterhin für ein zentrales Anliegen der Gewerkschaften engagieren will.
SGB-Präsident Pierre-Yves Maillard sagt: «Mit fundierten Analysen und hartnäckiger Verhandlungsführung hat Daniel Lampart den Anliegen der Arbeitnehmenden in Politik, Öffentlichkeit und gegenüber den Arbeitgebern Nachdruck verschafft. Dass er künftig Verantwortung in der 2. Säule übernimmt, ist ein starkes Signal: Gute Renten entscheiden sich zunehmend dort. Die Arbeitnehmenden müssen mit voller Kraft vertreten sein.»

