Eine breite Allianz aus Jugendorganisationen und Jungparteien setzt sich gegen die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» ein. Die Initiative der SVP bietet keine Lösung für bestehende Herausforderungen, sondern schafft neue. Sie gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt, grundlegende Menschenrechte und die Chance jüngerer Generationen, ihre Zukunft aktiv zu gestalten.
Die Jugendallianz bestehend aus Junge Grünliberale, Junge Mitte, Junge Grüne, Juso, Junge EVP, Schweizerische Arbeitergemeinschaft der Jugendverbände (SAJV), Verband Schweizer Studierendenschaften (VSS) und SGB-Jugendkommission stellt sich entschieden gegen die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz». Sie verteidigt Menschenrechte und engagiert sich für eine chancenreiche Zukunft für jüngere Generationen.
Die Initiative will grundlegende Rechte einschränken und die Schweiz gegen aussen abschotten. Die Geschichte zeigt, wohin dies führt: Während des Saisionnerstatuts durften ausländische Arbeitskräfte nur temporär und unter prekären Lebens- und Arbeitsbedingungen in der Schweiz bleiben. Ihre Familien hatten kein Aufenthaltsrecht, was dazu führte, dass viele Kinder vor den Behörden versteckt wurden und nicht zur Schule gehen konnten. Die Zeit vor der Einführung der Personenfreizügigkeit hat tiefe Spuren in der Schweizer Geschichte hinterlassen.
Jüngere Generationen haben diese Realität nicht miterlebt – und wir setzten uns dafür ein, dass sich solche unwürdigen Zustände nie mehr wiederholen. Für uns ist klar: Wir kämpfen für eine Zukunft, in der wir uns frei bewegen und unser Leben selbst gestalten können. Gerade jüngere Menschen sollen studieren und arbeiten können, wo sie möchten – und dies unter fairen Bedingungen. Die Personenfreizügigkeit, Austauschprogramme wie Erasmus und die gegenseitige Anerkennung von Diplomen machen dies möglich.
Für eine chancenreiche Zukunft sind unsere und kommende Generationen auf Offenheit, Austausch und Vielfalt angewiesen. Eine Schweiz, die sich abschottet, verspielt ihre Chancen auf Entwicklung. Wir setzen uns deshalb entschieden für eine vernetzte Schweiz ein, die Perspektiven schafft und jungen Generationen Gestaltungsmöglichkeiten für ihre Zukunft bietet.

