Nötig ist mehr öffentlich-private Zusammenarbeit

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Verfasst durch Véronique Polito, SGB-Zentralsekretärin

Forschungs- und Innovationsförderungsgesetz

Das neue Forschungs- und Innovationsförderungsgesetz soll die Forschung in der Schweiz stärken und die Schaffung eines Schweizerischen Innovationsparks fördern. Bei letzterem Ziel stehen jedoch regionale Interessen der nötigen nationalen Lösung gegenüber. Ein kohärentes Projekt hat zudem auch private Investoren anzusprechen.

Die Totalrevision des Forschungs- und Innovationsförderungsgesetzes soll die Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Privatwirtschaft stärken. Als Zweitrat verabschiedete der Ständerat einhellig eine Vorlage, die die Kohärenz der Förderinstrumente verbessert, die Autonomie der Kommission für Technologie und Innovation (KTI) bestätigt und die gesetzlichen Grundlagen zur Schaffung eines nationalen Innovationsparks schafft. Das Resultat der ständerätlichen Debatte ist sehr erfreulich. Die bestehenden Differenzen zur grossen Kammer sind gering und sollten in der nächsten Session bereinigt werden können.

Gefahr regionaler Verzettelung

Vor wenigen Tagen lancierte der Bundesrat die Vernehmlassung zur Energiestrategie 2050. Wichtiger Teil des ambitionierten Plans ist selbstverständlich auch die Energieforschung. Die Energiewende verlangt viel Innovation, die Vernetzung des Wissens und intensive Zusammenarbeit zwischen öffentlichem und privatem Sektor. Genau in diesem Zusammenhang bietet ein nationaler Innovationspark unbestreitbar eine Chance. Die zahlreichen Ambitionen von Städten und Kantonen nach einem eigenen entsprechenden Park gefährden dabei jedoch die nötige nationale Vision. Gleichzeitig ist eine Konzeption zu wählen, die sich nicht nur für die Hochschulen und die Kantone als attraktiv erweist sondern auch die Privatwirtschaft anzieht. Ohne Privatinvestoren ist ein Innovationspark nicht vorstellbar; Bund und Kantone können in diesem Bereich nur subsidiär wirken.

Mehr Zusammenarbeit

Nicht zu unterschätzen jedoch ist die Bedeutung der bereits jetzt existierenden Forschungsförderinstrumente. Die in den letzten Jahren durch die KTI geleistete Arbeit hat das Terrain privat-öffentlicher Zusammenarbeit befruchtet. Insbesondere wurde so den Fachhochschulen ermöglicht, ihren Auftrag der angewandten Forschung in Zusammenarbeit mit privaten Unternehmen zu entwickeln. Solche Zusammenarbeit ist künftig zu stärken. Einerseits steigert sich so die Innovationsfähigkeit der Unternehmen. Andererseits sichern sich so die Hochschulen, insbesondere die Fachhochschulen, den so dringend nötigen wissenschaftlichen Nachwuchs.

 

Zuständig beim SGB

Regula Bühlmann

Zentralsekretärin

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Regula Bühlmann
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