Nicht auf dem Rücken der Ausbildung von Jugendlichen sparen!

  • Bildung & Jugend
Artikel
Verfasst durch Véronique Polito

Botschaft Bildung-Forschung-Innovation (BFI)

Am 6. Dezember werden sich die Räte über den Betrag zu einigen haben, den der Bund 2012 der Berufsbildung zur Verfügung stellen wird. Seit Monaten schieben die beiden Räte diesen Entscheid wie eine heisse Kartoffel hin und her. Der Nationalrat hatte mehrmals einstimmig entschieden, die Finanzmittel nach den Bestimmungen des Berufsbildungsgesetzes zu gewähren. Dieses sieht einen Bundesanteil von 25 % vor. Der Ständerat jedoch hat stets auf einem tieferen Beitrag beharrt. 

Ergebnis: seit mehreren Jahren subventionieren damit im Bereich der Berufsbildung die Kantone den Bund. Und das haben ausgerechnet die Ständeräte, die Hüter der kantonalen Interessen, zu verantworten. 

Dieser Fakt bleibt nicht das einzige Paradox. Während die Wirtschaft in dramatischen Tönen den sogenannten Fachkräftemangel beklagt, beeilen sich die bürgerlichen Ratsvertreter/innen, das Geld der Steuerpflichtigen für den Kampf von neuen Kampfflugzeugen aus dem Fenster zu schleudern. Dabei ist offenkundig: Dieser Entscheid wird sich auf die Budgets anderer Departemente und damit auch auf jenes für die Bildung auswirken. 

Sicher ist: Die Zukunft wird man eher mit gut ausgebildeten Jugendlichen als mit neuen Kampfflugzeugen bestehen.

Zuständig beim SGB

Laura Perret Ducommun

Stellvertretende Sekretariatsleiterin

031 377 01 23

laura.perret(at)sgb.ch
Laura Perret
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