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Wichtiger Etappensieg gegen längere Ladenöffnungszeiten

  • Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Medienmitteilung

Ständerat stoppt Angriff auf die Sonntagsruhe

Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) begrüsst den heutigen Entscheid des Ständerats, die Vorlage zur Ausweitung der Ladenöffnungszeiten abzulehnen. Damit ist ein wichtiger erster Schritt zum Schutz der Arbeitnehmenden im Detailhandel und des arbeitsfreien Sonntags erreicht.

Der SGB hat sich von Beginn an gegen längere Ladenöffnungszeiten ausgesprochen. Sie erhöhen den Druck auf die Beschäftigten, verschlechtern die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Freizeit und bringen keinen nachweisbaren volkswirtschaftlichen Nutzen. Bereits heute arbeiten viele Angestellte im Detailhandel unter hohem Zeit- und Leistungsdruck. Die Branche kämpft seit Jahren mit unregelmässigen Arbeitszeiten und einer hohen Belastung der Beschäftigten. Statt die Arbeitszeiten weiter auszudehnen, braucht es endlich Verbesserungen der Arbeitsbedingungen, mehr Planbarkeit und Massnahmen gegen die zunehmende Erschöpfung vieler Arbeitnehmender.

Der arbeitsfreie Sonntag ist eine zentrale soziale Errungenschaft. Er schützt die Gesundheit der Arbeitnehmenden und ermöglicht gemeinsame Zeit mit Familie, Freunden und im gesellschaftlichen Leben. Weitere Lockerungen der Ladenöffnungszeiten würden diesen Schutz schrittweise aushöhlen. Der heutige Entscheid des Ständerats ist deshalb ein wichtiges Signal gegen die fortschreitende Kommerzialisierung des Sonntags.

Die Auseinandersetzung ist jedoch noch nicht beendet. Der SGB wird sich mit Nachdruck dafür einsetzen, dass auch der Nationalrat diese Vorlage ablehnt und dem Angriff auf die Arbeitsbedingungen im Detailhandel endgültig eine Absage erteilt. Der heutige Entscheid ist auch deshalb wichtig, weil die Sonntagsruhe bereits an anderer Stelle erneut unter Druck gerät. Mit seinem Vorstoss zur Ausweitung der Telearbeit am Sonntag will Ständerat Thierry Burkart die geltenden Schutzbestimmungen weiter aufweichen. Der SGB wird sich auch diesen Bestrebungen entschieden entgegenstellen. Die Arbeitnehmenden brauchen mehr Schutz und bessere Arbeitsbedingungen, nicht die schleichende Ausdehnung der Arbeit auf immer mehr Zeiten des gesellschaftlichen Lebens.

Zuständig beim SGB

Gabriela Medici

Co-Sekretariatsleiterin

031 377 01 13

gabriela.medici(at)sgb.ch
Gabriela Medici
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