Corona Handgriff Reinigung

Foto: Delta News Hub/Flickr (CC BY 2.0)

 

Deutliche Reallohnerhöhung, doch in einigen Branchen ist die Lohnentwicklung weiterhin ungenügend

  • Löhne und Vertragspolitik
Medienmitteilung

SGB reagiert auf den neuen Lohnindex

Dank der niedrigen Teuerung von nur 0.2 Prozent stiegen die Reallöhne der Arbeitnehmenden im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um 1.6 Prozent. Das zeigt der Lohnindex des BFS. Erfreulich ist, dass sich die Frauenlöhne besonders stark erhöhten. Die positive Durchschnittsentwicklung kaschiert jedoch erhebliche Branchenunterschiede. So stiegen die Reallöhne im Gesundheits- und Sozialwesen lediglich um 0.2 Prozent.

Trotz des Lohnplus im vergangenen Jahr gibt es weiterhin einen beträchtlichen Lohnrückstand. So liegen die Reallöhne nur minim um 0.7 Prozent über dem Niveau von 2016. Die Reallöhne müssten eigentlich im Einklang mit der Arbeitsproduktivität steigen. Doch Letztere hat seit 2016 deutlich stärker zugenommen, nämlich um mehr als zwölf Prozent.

Die Unterschiede zwischen den Branchen sind gross. Im Gastgewerbe stiegen die Löhne zwar um 1.5 Prozent. Angesichts des grossen Lohnrückstandes ist das aber ebenfalls ungenügend. So liegen die Reallöhne im Gastgewerbe immer noch 2.6 Prozent unter dem Niveau von 2016. Besonders schlecht war im letzten Jahr die Entwicklung im Gesundheits- und Sozialwesen. Dort stiegen die Reallöhne lediglich um 0.2 Prozent. Dies ist ein weiterer deutlicher Weckruf an die Politik, dass angesichts des aktuellen und sich weiter verschärfenden Fachkräftebedarfs in diesem Bereich die Lohn- und Arbeitsbedingungen dringend verbessert werden müssen.

Im laufenden Jahr sieht es aktuell nach einem Rückschlag aus. Auf Grund der gestiegenen Teuerung und den bescheidenen Lohnerhöhungen droht ein Jahr der Reallohnstagnation.

Zuständig beim SGB

Daniel Kopp

Zentralsekretär

031 377 01 29

daniel.kopp(at)sgb.ch
Daniel Kopp
Top