Klimafonds-Initiative: JA am 8. März 2026

Klimafonds-Initiative für eine gerechte Energie- und Klimapolitik: Investieren für Wohlstand, Arbeit und Umwelt

Der ökosoziale Umbau ist nicht nur eine klimapolitische Notwendigkeit, er ist auch ein Zukunftsprojekt mit vielen Chancen für uns alle. Doch anpacken müssen wir es jetzt – gemeinschaftlich, demokratisch und mit einer öffentlichen Investitionsoffensive: mit dem Klimafonds.

Argumente

Vier gute Gründe für die Klimafonds-Initiative

1. Der Klimafonds stärkt lokale Investitionen und Unabhängigkeit

Die Klimafonds-Initiative will Investitionen in bedeutendem Umfang in Solarenergie, Gebäudesanierungen und den Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Diese Investitionen helfen dem lokalen Gewerbe, schaffen nachhaltige Arbeitsplätze und machen die Schweiz weniger abhängig von fossilen Energieimporten, besonders aus autokratischen Staaten.

2. Der Klimafonds stärkt Arbeitnehmende und nachhaltige Jobs

Neben der ökologischen Transformation fördert der Klimafonds auch den sozialen Aspekt des Strukturwandels. Durch Investitionen in Bildung, Umschulungen und die Unterstützung von Arbeitnehmenden in betroffenen Branchen. Für nachhaltige Jobs – sicher, gut bezahlt und zukunftsfest.

3. Der Klimafonds stärkt den Service public und das Gemeinwohl

Mit dem Klimafonds greifen wir auf erfolgreiche historische Rezepte zurück, wie die AHV oder der Ausbau des Bahnnetzes. Basierend auf demokratischen und gemeinschaftlichen Prinzipien, orientiert am Gemeinwohl. Denn private Investoren, die vor allem Profit wollen, sind nicht geeignet, die Klimawende erfolgreich umzusetzen. 

4. Der Klimafonds stärkt die Gerechtigkeit

Wer weniger Geld hat, leidet besonders unter den Folgen des Klimawandels. Darum ist es wichtig, zu handeln und die Anpassungen gerecht zu finanzieren. Das tut die Klimafonds-Initiative. Sie sorgt für die nötigen Investitionen, ohne die Kaufkraft der Arbeitnehmenden zu belasten.

Ausführliche Argumente


Die Klimaerhitzung findet hier und heute statt. Sie ist menschengemacht und für uns alle eine existenzielle Bedrohung. Die Schweiz ist von der Klimaerhitzung erwiesenermassen besonders stark betroffen. Und in der Schweiz ist es wiederum die arbeitende Bevölkerung, die den immer häufiger auftretenden Wetterextremen am stärksten ausgesetzt ist – sei es auf dem Bau, in der Pflege, im Verkehr, in der Landwirtschaft oder im Tourismus. Im Jahr 2023 hat die Bevölkerung entschieden, dass die Schweiz bis 2050 klimaneutral werden soll. Ein «Weiter wie bisher» kann es in der Klimapolitik deshalb nicht geben. Emissionshandel, Auslandkompensationen und wie die Instrumente alle heissen: sie taugen nicht. Im besten Fall nützen sie zu wenig und den Falschen, im schlechtesten Fall sind sie kontraproduktiv und schaden uns sogar. Statt auf den Markt, müssen wir deshalb endlich auf einfache und klare öffentliche Lösungen setzen – genauso wie es die Klimafonds-Initiative will.

Der Klimafonds sichert lokale Investitionen und macht uns unabhängiger

Mit der Klimafonds-Initiative werden jährlich 0.5 bis 1 Prozent der Wirtschaftsleistung in eine nachhaltige Zukunft investiert. Mit diesem Geld können flächendeckend Solaranlagen gebaut, Gebäudesanierungen vorangetrieben, der öffentliche Verkehr ausgebaut und der Erhalt der Biodiversität garantiert werden. Die Aufwertung der Infrastruktur wird dem lokalen Gewerbe das grösste Auftragsvolumen der letzten Jahrzehnte bringen. Damit schaffen wir gute Arbeitsplätze und stärken die heimische Wirtschaft. Diese Investitionen lohnen sich: Denn wenn wir jetzt nichts unternehmen, kostet das uns und unsere Kinder später ein Vielfaches. Mit der Klimafonds-Initiative stellen wir unsere Gesellschaft und Wirtschaft auf erneuerbare Energien um und sichern uns genügend Strom für die Zukunft. Damit stärken wir aber nicht nur unsere Infrastruktur und das lokale Gewerbe, sondern wir befreien uns auch von der Abhängigkeit von Öl- und Gasimporten aus oligarchischen und autokratischen Regimes.

Der Klimafonds unterstützt die Arbeitnehmenden und schafft gute Jobs

Mit dem Klimafonds werden die nötigen Massnahmen finanziert, um die Klimawende erfolgreich zu bewältigen. Dazu gehört aber nicht nur die «Dekarbonisierung» sämtlicher Wirtschafts- und Lebensbereiche, sondern genauso die enge Begleitung des Strukturwandels auf dem Arbeitsmarkt und im Bildungswesen. Denn damit der ökologische Umbau solidarisch vonstattengeht, darf niemand im Stich gelassen werden. 

Öffentliche Investitionen braucht es deshalb nicht nur für neue Infrastrukturen und Technologien, sondern auch in der Bildung sowie für Umschulungen und Unterstützungen der Arbeitnehmenden in den betroffenen Branchen. Nur so schaffen wir nachhaltige, gesunde und gut bezahlte Arbeitsplätze, nur so sind grüne Jobs auch gute Jobs. Dazu kommt: Die Beschäftigten stehen nicht nur als direkt Betroffene, sondern ebenso als GestalterInnen im Zentrum des Strukturwandels. Denn letztlich sind es die Arbeitnehmenden in den Betrieben, welche über die nötigen Kenntnisse und Fähigkeiten zur Entwicklung neuer Technologien und zur Umsetzung klimaverträglicher Geschäftsmodelle verfügen. 

Der Klimafonds knüpft an Erfolgsrezepte an und stärkt den Service public

Der Klimaschutz ist zweifelsohne die grösste Aufgabe unserer Generation. Diese Aufgabe müssen wir mit dem nötigen Tempo und in der richtigen Dimension angehen. Unsere Eltern und Grosseltern haben gezeigt, wie grosse Herausforderungen gelöst werden können. Als Antwort auf Existenznot und Altersarmut haben sie die solidarisch finanzierte AHV gegründet. Damit alle von A nach B kommen, haben sie das Bahnnetz ausgebaut und die SBB geschaffen. Und damit die Schweiz schon früh mit viel inländischem erneuerbarem Strom versorgt werden kann, haben sie Staumauern und das Stromnetz gebaut. Genauso ist es mit der Klimawende: Sie kann nur gemeinschaftlich und demokratisch erfolgreich umgesetzt werden, sie ist DAS kollektive Zukunftsprojekt. Deshalb braucht es ein breit angelegtes öffentliches Fortschritts- und Innovationsprogramm: den Klimafonds. Überliessen wir diese Zukunftsaufgabe privaten InvestorInnen, wäre sie zum Scheitern verurteilt – denn anstatt auf das Gemeinwohl würden diese auf den Profit abzielen.

Der Klimafonds ist nicht nur gerecht finanziert, er schafft auch mehr Gerechtigkeit

Heute sind die 10 Prozent Reichsten für über die Hälfte der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Gleichzeitig trifft die Klimaerhitzung den weniger wohlhabenden Teil der Bevölkerung umso mehr, auch in der Schweiz. Denn es sind zumeist eher schlecht bezahlte Arbeitnehmende, die im Beruf immer höheren Temperaturen und zunehmenden Naturgefahren ausgesetzt sind. Mit der Klimafonds-Initiative lösen wir dringend notwendige Investitionen der öffentlichen Hand und von Privaten in den Klimaschutz aus, aber explizit ohne die Kaufkraft der Arbeitnehmenden zusätzlich zu belasten. Denn im Initiativtext ist unmissverständlich die «sozial gerechte Finanzierung und Umsetzung der Massnahmen» festgehalten. Das stellt abschliessend sicher, dass die Mittel im Klimafonds aus nicht etwa aus Kopfsteuern oder der CO2-Abgabe finanziert werden. 

Darum am 8. März: JA zur Klimafonds-Initiative.

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