Pflegeroboter, Shrinkonomics: ein Blick auf die Alterung in Japan vor dem Hintergrund der SVP-Chaos-Initiative

Blog Daniel Lampart

Wegen der SVP-Chaos-Initiative würde sich die Alterung in der Schweiz stark beschleunigen. Japan zeigt, was das heissen kann. Beispielsweise «Roboterliebe im Altersheim», wie wir es diese Woche lesen konnten. Der Personalmangel ist bereits heute ein Problem. Deshalb haben Heime Pflegeboter und Robotertiere. In den kommenden Jahren dürfte die Zahl der Beschäftigten sinken.

Der internationale Währungsfonds schuf die Bezeichnung Shrinkonomics, um die wirtschaftlichen Folgen einer schrumpfenden Erwerbsbevölkerung in Japan zu analysieren. Neben dem Arbeitskräftemangel gibt es eine Reihe von Schwierigkeiten. Eine Frage ist, wer die Kosten der älteren Bevölkerung schultert, wenn es weniger junge Berufstätige gibt. Einerseits in der Altersvorsorge, wo entweder die Beiträge steigen oder Leistungen sinken müssen. Aber auch bei den Steuern. Weitere Fragen betreffen die Geldpolitik. Ältere Menschen konsumieren mehr konjunkturunabhängige Dienstleistungen – wie Pflege. Die Übertragung der geldpolitischen Massnahmen wird dadurch erschwert. Gleichzeitig kann es mehr Teuerung geben, wenn der Arbeitskräftemangel zu höheren Nominallöhnen führt. Das scheint in Japan gegenwärtig der Fall zu sein. 

Mittlerweile dürften es alle gehört haben: Die SVP-Chaos-Initiative löst kein Problem, schafft aber viele neue Schwierigkeiten. Das gilt auch für die Wirtschafts- und Geldpolitik. 

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