Trotz der Unberechenbarkeit und der Irrationalität der neuen US-Wirtschaftspolitik blieb der Franken-Euro-Wechselkurs im letzten Jahr relativ ruhig. Er schien sich bei einem Wert im Bereich von 93 Rappen zu stabilisieren. Damit wäre er zwar immer noch deutlich überbewertet. Aber immerhin schienen die zeitweise wilden Aufwertungsbewegungen gestoppt. Die Nationalbank hat diese Chance leider verpasst, den Franken zu stabilisieren. Anstatt dass sie klare Signale aussendete, dass die stabile Entwicklung erwünscht und eher eine Abwertung angezeigt sei, hat sie geschwiegen. Und zusätzlich verkündet, dass Negativzinsen nicht mehr zum normalen Werkzeugkasten der SNB gehören, sondern zum Notfallset. Das hat sich in den letzten Tagen gerächt. Der Franken hat sich wieder aufgewertet.
Die starke Aufwertung seit 2010 hat in der Schweizer Wirtschaft sichtbare Spuren hinterlassen. Die Exporte der Maschinenindustrie sind nach wie vor tiefer als vor über 15 Jahren. Einzig die Chemie-Pharma hat sichtbar zugelegt.
