Die Pensionskassenrenten sinken und sinken. Doch die Berater und Banken verschweigen die beste Lösung. Weil sie nichts daran verdienen.

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Blog Daniel Lampart

Nun ist es sogar bei der NZZ angekommen: Bei den Altersrenten geht es runter – und das in sehr besorgniserregendem Masse. Die 2. Säule ist in der Krise. Wegen den Negativzinsen und die teilweise hohen Verwaltungskosten. Vor 15 Jahren gab es für ein Alterskapital von einer halben Million Franken noch 36‘000 Franken Pensionskassenrente. Heute sind es noch knapp 28‘000 Franken. Das Ende ist noch nicht in Sicht. Erste Pensionskassen wie die Aargauer Pensionskasse haben bereits weitere Senkungen beschlossen. Ab 2022 soll es noch 25‘000 Franken Rente geben (Umwandlungssatz 5 Prozent). Weitere Kassen werden folgen.

Bei den besseren Fällen werden die Beiträge erhöht, so dass wenigstens die Rente ungefähr gleich bleibt. Doch das kostet dennoch Geld. In vielen Fällen wird der Ausfall nur teilweise kompensiert. Dazu kommt, dass die Altersguthaben in der Erwerbsphase weniger gut verzinst werden, so dass die Altersguthaben bei Erreichen des Rentenalters tiefer sind. Das führt ebenfalls zu tieferen Renten.

Für die Banken und Vorsorgeberater eröffnen sich neue Geschäftsfelder. Sie versuchen, der verunsicherten Bevölkerung Produkte der 3. Säule und Vorsorgeberatungen zu verkaufen. Mit beachtlichem Erfolg. Die Umsätze steigen. Doch was für die Banken und die Vorsorgeindustrie gut ist, ist für die Arbeitnehmenden alles andere als optimal. Denn während der Arbeitgeber bei der Pensionskasse mitzahlt, müssen sie die 3. Säule und die Vorsorgeberatung ganz alleine bezahlen.

Die beste Lösung für die Rentenprobleme – der Ausbau der AHV - erwähnen sie mit keinem Wort. Denn an einer Stärkung der AHV verdienen sie keinen Franken. Dabei gibt es mit der AHV für die meisten Leute im Land am meisten Rente für das Geld. Weil der Arbeitgeber und der Bund mit bezahlt. Weil die Topverdiener die Renten der Normalverdienenden mitfinanzieren. Und weil es auch für Erziehungs- und Betreuungszeiten Rente gibt (Erziehungs- und Betreuungsgutschriften). Aus diesem Grund hat der SGB die Volksinitiative für eine 13. AHV-Rente lanciert (hier unterschreiben). Eine 13. AHV-Rente würde die Rentenprobleme eines grossen Teils der Bevölkerung wesentlich entschärfen.

   

Zuständig beim SGB

Gabriela Medici

stv. Sekretariatsleiterin a.i.

031 377 01 13

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Gabriela Medici
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