Arbeitgeber in guter Stimmung, Privathaushalte mit Frust und Sorge. Konjunkturumfragen zeigen, dass die Erholung nicht überall ankommt

Blog Daniel Lampart

In der Schweizer Wirtschaft geht es aufwärts. Die Auftragsbücher in der Industrie füllen sich. Der Bau läuft weiterhin gut. Die BIP-Prognosen wurden im Herbst um fast ein Prozent erhöht. 

Die Firmen freuen sich. Die Geschäftslage hat sich deutlich verbessert. Die Umfragewerte der KOF sind über dem langfristigen Durchschnitt.

Geschäftslage der Schweizer Firmen gemäss KOF-Umfrage

Ganz anders sieht es bei den Arbeitnehmenden aus. Die Konsument:innen-Stimmung ist nach wie vor mies. Die Umfragewerte sind im Keller. Hauptgrund ist die finanzielle Lage. Diese wird viel schlechter bewertet als in der Vergangenheit. 

Konsument:innen-Stimmung gemäss Seco

Die Umfragen spiegeln leider die Realität. Wie sie sich auch in den Lohnverhandlungen präsentiert. Bei vielen Firmen läuft es gut. Doch gleichzeitig haben viele Arbeitnehmende schon länger keine echte Lohnerhöhung mehr erhalten. Vor allem ältere, langjährige Mitarbeiter:innen beklagen das. 

Das muss sich ändern. Wenn die Firmen Geld verdienen, muss das auch bei der Belegschaft ankommen. Früher war das selbstverständlicher. Heute brauchen die Arbeitgeber offenbar mehr Nachhilfe.  

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