1. Mai

Prämien runter, Löhne rauf!

Seit 134 Jahren gehen wir am 1. Mai für sozialen Fortschritt auf die Strasse, für ein besseres Leben für die arbeitende Bevölkerung und internationale Solidarität. Dass dieser Kampf aktueller ist denn je, zeigt der historische Erfolg für die Stärkung der AHV: Wenn alle progressiven und sozialen Kräfte am selben Strang ziehen, kann in diesem Land auch gegen die vereinte Wirtschafts- und bürgerliche Politelite ein Sozialausbau an der Urne durchkommen.

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Seit 134 Jahren gehen wir am 1. Mai für sozialen Fortschritt auf die Strasse, für ein besseres Leben für die arbeitende Bevölkerung und internationale Solidarität. Dass dieser Kampf aktueller ist denn je, zeigt der historische Erfolg für die Stärkung der AHV: Wenn alle progressiven und sozialen Kräfte am selben Strang ziehen, kann in diesem Land auch gegen die vereinte Wirtschafts- und bürgerliche Politelite ein Sozialausbau an der Urne durchkommen.

So eindrucksvoll wie das Ergebnis selbst war auch das Engagement von Freiwilligen in diesem Abstimmungskampf: In allen Landesteilen, von Jung bis Alt und vor allem an der Basis, sei es auf der Strasse oder in den Betrieben. Das Ja zur 13. AHV-Rente hat bewiesen, was möglich ist und soll wegweisend sein für die Zukunft. Denn die Stärkung der AHV war erst der Anfang. Jetzt steht bei der Abstimmung über die Prämienentlastungsinitiative am 9. Juni unmittelbar eine weitere Chance bevor, die Situation der arbeitenden Bevölkerung zu verbessern. 

Familien, untere und mittlere Einkommen leiden unter der Prämienexplosion. Mit dem Anstieg der Beiträge um 8,7 Prozent zu Beginn des Jahres hat die Belastung für viele Arbeiter:innen und Familien die Schmerzgrenze überschritten. Viele Kantone haben ihre Budgets für Prämienentlastungen trotzdem zurückgefahren und senken stattdessen die Steuern für Gutverdienende. Oder kurz gesagt: Die Prämienbelastung wird für die Mittelschicht unerträglich, die Initiative entlastet die Familien, denn niemand soll mehr als 10 Prozent seines Einkommens für die Prämien ausgeben. Nehmen wir den Schwung mit. Jetzt steht die unsoziale Finanzierung des Gesundheitssystems durch die Krankenkassenprämien am 1. Mai im Fokus.

Die Wirtschaftselite hat das Gefühl, sie könnte über Jahre hinweg Preise, Managergehälter und Dividenden erhöhen, während die Mittelschicht leer ausgeht und sogar Kaufkraftverluste erleiden muss. Diese Selbstbedienung der Oberschicht muss gestoppt werden. 

Denn auch die Lohnentwicklung der letzten Jahre ist ungenügend. Mit den Lohnabschlüssen auf 2024 konnte die Teuerung zwar mehrheitlich aufgefangen werden. Trotzdem kommen die Reallöhne seit 2016 kaum vom Fleck – obwohl die Arbeitnehmenden immer produktiver werden. Nach Jahren der rekordhohen Profite und Dividenden braucht es endlich kräftige Lohnerhöhungen. Denn wenn es so weitergeht, erhalten die Chefs und die Firmenbesitzer ein immer noch grösseres Stück vom Kuchen.

Deshalb verstärken die Gewerkschaften ihr Engagement in der Lohnfrage – und kämpfen für die Kaufkraft mit tieferen Krankenkassenprämien. In diesem Sinne: Heraus zum 1. Mai! Prämien runter, Löhne rauf!

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